Retrofans Commodore 64 Casemodding
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Ich habe ein recht vergilbtes C64-Gehäuse als Basis für mein Casemodding verwendet.
Da ich den C64 mit einem Metallic-Lack verschönern möchte, müssen alle Flächen glatt
sein, da die Wirkung sonst nicht so gut ausfällt. Also glätte ich mit Schleifpapier
die aufgerauhte Fläche, die die Tastatur umgibt.
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Hier kann man die ursprüngliche, rauhe Textur erkennen.
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Wenn man weiterschleift, wird die Fläche immer glatter.
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Dann muss man zu immer feinerem Schleifpapier greifen.
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Und nach einiger Zeit hat man eine optimal glatte Fläche.
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Als nächstes möchte ich einen durchgehenden Schlitz im oberen Breich des Gehäuses öffnen.
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Zur Stabilisierung fülle ich die Innenseiten der weiteren Lüftungsschlitze
mit Spachtelmasse aus dem KFZ-Breich.
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Danach arbeite ich den Schlitz immer weiter heraus.
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Ich schneide mit einem Cutter (Teppichmesser) oben und unten im Schlitz entlang, bis
ich das Gehäuse durchstoße und trenne dann das dazwischen liegende Material heraus.
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Der Schlitz ist fertig und muss noch mit Schleifpapier gesäubert werden.
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Jetzt werden die restlichen Schlitze von der Oberseite mit Spachtelmasse gefüllt. Ich
möchte das Gehäuse großflächiger aussehen lassen, damit die Lackierung besser
wirken kann. Dafür schließe ich alle überflüssigen Rillen, um eine einheitlichere
Fläche zu erhalten (die Autotuner sprechen hier von "cleanen").
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Nach dem Trocknen wird das überschüssige Material weggeschliffen
und wieder nachgespachtelt.
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Nach weiteren Durchgängen der Spachtelns und Schleifens sind die Schlitze verschwunden.
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Das Gleiche passiert mit der Rille, die das Tastaturfeld umgibt.
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Nach dem Schleifen verschwindet auch diese.
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Die Spachtel- und Schleifarbeiten sind beendet. Jetzt ist alles für die Lackierung vorbereitet.
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Nun muss ich noch einen abgebrochenen Verschlusshaken an der Rückseite des Gehäuses
aus Aluminiumblech nachbilden und mit Zweikomponentenkleber befestigen.
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Durch die durchgehende Rille ohne Zwischenstreben ist das Gehäuse etwas instabil
geworden. Deshalb klebe ich eine Profilschiene aus Aluminium auf die Innenseite.
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Jetzt bereite ich die Tasten auf die Lackierung vor. Sie werden gereinigt ...
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... und getrocknet.
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Danach baue ich aus Restholz ein Steckbrett. Dafür bohre ich Löcher in zwei Bretter.
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Dann schneide ich Holzspieße auf einheitliche Länge.
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Diese werden dann in die Bretter gesteckt.
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So kann ich die Tasten mit ausreichend Abstand zueinander fixieren, damit beim
Lackieren überall Farbe hinkommen kann.
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Jens-Uwe Ortmann von der Firma Peter-Lacke hat mir die Tasten und auch das
Gehäuse lackiert. Die Tasten haben einen transparenten, ins Orange gehenden
Lacküberzug bekommen. Solche transparenten Lacke werden sonst z. B. bei
gläsernen Parfum-Flakons eingesetzt.
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Die beiden Gehäuse-Hälften haben einen blauen Metallic-Lack bekommen. darunter
befindet sich eine Kunststoffgrundierung, damit die Schicht nicht abplatzt.
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Hier ist eine Detailaufnahme zu sehen, damit man die Wirkung besser beurteilen kann.
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Hier ist die Oberseite mit dem Schlitz noch einmal zu sehen. Ich finde, es sieht
schon recht schick aus.
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Jetzt baue ich die Platine wieder zurück in das Gehäuse.
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Das Gehäuse mit Platine wird nun auf der Terasse begutachtet, weil sich
das Licht so schön darin spiegelt.
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Und noch einmal in ganzer Schönheit.
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Jetzt kommt wieder ein wenig Technik zum Einsatz. Ich baue einen Prototypen für mein
angedachtes Reflektorblech, um einen Lichteffekt für den Gehäuse-Schlitz zu testen.
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Nachdem der Test positiv verlaufen ist,biege ich aus einem geriffelten Alublech
einen Reflektor, der später das Licht von LEDs widerspiegeln soll. Meine Tests
haben gezeigt, dass es viel besser aussieht, wenn das Licht indirekt durch den
Schlitz fällt, als wenn man direkt die LEDs sieht.
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Das Reflektorblech wird an die Gehäuseverstärkende Profilleiste geschraubt.
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Der Rechner soll mit einem Lauflicht à la Knight Rider verschönert werden.
Hucky hat mir nach meinen Ideen ein LED-Lauflicht gebaut. Hier sieht man die
Steuerungsplatine mit ihren Bauteilen und den Kabeln, die zu den LEDs führen.
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Die handverdrahtete Unterseite der Platine.
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Jetzt stecke ich die LEDs in die zuvor gebohrten Löcher im Reflektorblech.
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Als Befestigung für die Platine habe ich mir überlegt, sie mit hölzernen
Abstandshaltern kopfüber an den Reflektor zu kleben.
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Da jetzt die Lüftungsschlitze nicht mehr vorhanden sind, versehe ich alle
wichtigen Chips mit Kühlelementen.
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Hier kann man sehen, wie ich Gehäuseoberteil und Unterteil zusammensetze.
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Durch viel Bastelei und einige Transporte habe ich die Befestigungshaken an der
Rückseite des Gehäuses etwas ramponiert. Damit sie nicht ganz abreißen, habe
ich sie mit Zweikomponentenkleber fixiert und die Doppelhaken mit einem
Alublech verbunden und stabilisiert.
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So sieht der fertige Casemodding-C64 aus.
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Eine Nahaufnahme der Funktionstasten.
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Und noch eine Nahaufnahme von der anderen Seite.
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Zum guten Schluss ein Bild vom auffälligen Schlitz, der jetzt beim eingeschalteten
Rechner mit einem roten Lauflicht die Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll.
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Hier ist noch ein Video (in schlechter Qualität), dass
das Lauflicht in Aktion zeigt.