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Wenn ich die letzten vier Monate revue-passieren lasse, fallen
mir einige Anmerkungen zu meinem Diplom ein. Erst einmal eine
Warnung an alle zukünftigen Diplomanden: Kauft keinen neuen Rechner
kurz vor der Diplomzeit, das bringt nur Ärger. Nachdem mein Computer
dann doch immer weniger Probleme hatte, mit mir zusammenzuarbeiten,
erschien die nächste zu nehmende Hürde. Da ich einige Objekte
meiner Diplomarbeit (der Avatar und die Gebäude) dreidimensional
darstellen wollte, mußte ich mich für eine 3D-Modeling und -Rendering
Software entscheiden. Diese Entscheidung mußte vor der Erstellung
der Objekte definitiv fallen, da die Übernahme von dreidimensionale
Objekten und - vor allem -Szenen in andere Softwares immer noch
große Probleme bereitet. Zwar kann man die reinen Objekt-Daten
übernehmen, Lichtquellen, Strukturen, Objekt-Beziehungen (Kinematik)
und Animationen werden nur unzureichend oder gar nicht konvertiert.
Nachdem ich mir diverse Demoversionen von 3D-Programmen besorgt
und getestet hatte, fiel meine Entscheidung zuerst auf Ray Dream
Designer, da man dort ein Fangraster einstellen kann, auf das
Objekte einschnappen. Dies erschien mir für die Konstruktion der
Gebäude als extrem hilfreiche Funktion. Doch für die Gestaltung
des Avatars benötigte ich Modeling-Funktionen, die ich in dieser
Software nicht finden konnte. Also ging die Suche weiter: Metatools
Infini-D kannte ich schon von alten Versionen, doch in die neue
Version 4.0 konnte mich nicht überzeugen. Auch Strata Studio Pro
2.0 (und später 2.1) erschien mir von der Bedienung zu komplex.
Einige andere Programme fielen schon wegen ihrer extrem professionellen
Preise aus dem Rennen.
Zum Schluß entschied ich mich für Maxons Cinema 4D, und dies sollte
eine gute Entscheidung gewesen sein. Bis auf die etwas sperrige
Bedienung zeichnet es sich durch hohe Geschwindigkeit und große
Leistungsfähigkeit aus. Die meisten Funktionen benötigte ich zwar
nicht, da erstens die Zeit für eine gründliche Einarbeitung (ich
hatte zuvor höchstens mal ein Logo um die eigene Achse gedreht)
fehlte und die realistischen Darstellungsmöglichkeiten von mir
nicht benötigte wurden, da es hier um eine stark vereinfachte
Darstellung einer Stadt ging, die auch Internetfähig sein muß.
Schon die Darstellungsqualität, die ich gewählt habe, geht weit
über das hinaus, was momentan im Internet möglich ist. Da es sich
bei meiner Arbeit um ein Konzept handelt, welches seiner entgültigen
Realisierung noch harrt, konnte ich darüber hinwegsehen.
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